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Von Josef Abt
Rehling/Scherneck Es ist zwar nicht mehr das große
Intrudertreffen, wie es der Intruderclub Rehling zehn Jahre
veranstaltet hatte, aber auch die
"Ersatzveranstaltung", nämlich das Intruder & Chopper Open Air, zog am
Wochenende viele Zweiradfans an.
Die ersten Gäste aus Norddeutschland waren schon am Donnerstag
angereist. Es gab mit rund 60 Intruderfreunden eine tolle
Clubheimparty. Richtig los ging es dann
am Freitag, wo Chopperbesitzer aus Holland, Italien und vielen anderen
europäischen Ländern anreisten. Viele sind gute Bekannte, die mit dem
Intruderclub Rehling eine Freundschaft aufgebaut haben.
Am Freitagnachmittag fegte ein heftiges Unwetter über Schloss
Scherneck hinweg. Ein Blitzeinschlag setzte alle elektrischen
Verbraucher kurzzeitig außer Gefecht.
Später hörte der Regen doch noch auf. Der Präsident vom Intruderclub,
Paul Benkart, nahm es gelassen: "Wir hatten in den Jahren zuvor bei
unseren Treffen schon so viel Glück mit dem Wetter und da müssen wir
so was eben auch mal in Kauf nehmen." Auch der Hauptveranstalter,
Bräustüberlpächter Nico Sayer, nahm diese Wetterkapriolen mit Humor
und war froh, dass die Blitze nicht mehr Schaden angerichtet hatten.
Zu den Klängen der Countryband "The Crown Jewels" wie auch
später zu den Rhythmen der "Road Runners" füllte sich das Gelände vor
der Musikbühne.
Am Samstag klarte der Himmel immer mehr auf und die Zweiradfans
strömten in Scharen auf das Schlossgelände. Hier gab es natürlich
unzählige dieser tollen Maschinen zu bewundern, auch eine Bike- Show
mit Prämierung zog die Blicke der zahlreichen Besucher auf sich.
Obwohl es laut Paul Benkart heuer die zahlenmäßig bisher kleinste
Präsentation und Bike-Show war, so war es wegen der Unikate eine der
interessantesten.
Bewertet wurde die schönste Intruder, die straßentauglich sein muss,
und bei der Bewertung wurde auch auf die Lackierung ein großes
Augenmerk gelegt.
Händler spüren keine Krise
Den ersten Platz sicherte sich ein Intruderbesitzer aus Gunzenhausen.
Er hatte seine Maschine an dem Samstag erstmals gesehen, denn sie
wurde erst in den letzten Wochen "fertiggestellt" und hatte am
Donnerstag die Werkstatt von H&B Motorcycle in Thannhausen, einem
bekannten Intruderhändler, verlassen. Die Siegermaschine ist eine
1800er Suzuki mit 125 PS, die richtig aufgestylt wurde und immerhin
rund 240 Stundenkilometer schnell ist. Der Wert liegt bei rund 32 000
Euro. Wie die Händler betonten, spüren sie die Wirtschaftskrise noch
nicht. Noch werden die speziellen Wünsche an Umbausätzen in fast alle
europäischen Länder geliefert, ja sogar bis nach Texas gehen die Teile
"Made in Germany" aus dem Hause H & B.
Ein ganz besonderes Stück zog dann die Blicke aller Fachleute auf
sich, es war eine Intruder Baujahr 1988, die erstmals in Scherneck zu
bestaunen war. Hier war
nur noch der Motor original, alles andere hat sich der Besitzer, der
die Maschine vor 18 Jahren gekauft hatte, selbst zusammengebaut. Vier
Jahre hat der
Intruderfan aus Weilheim, von Beruf Mechaniker, an seinem Werk
geschuftet, bis es dann endlich die Straßenzulassung hatte. Eine
andere 750er Intruder
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